Karl Jaspers

Der Entschluss,

wo Menschen das Bewusstsein haben:

Das ist für mich für immer.

Und wenn ich das verrate, bin ich Nichts.

 

Karl Jaspers 1960 im Gespräch mit Thilo Koch über das Wesen der Existenz

(Tonquelle)

Karl Jaspers 1946 © Mondadori Publishers
Karl Jaspers 1946 © Mondadori Publishers

Wer mehr über Karl Jaspers erfahren möchte, dem seien folgende Links und Schriften ans Herz gelegt:

 

Karl Jaspers auf Wikipedia

Video: Karl Jaspers im Gespräch über Existenz

Video: Hans Saner über Karl Jaspers' Biografie

 

 

Schriften:

  • Die geistige Situation der Zeit (Sammlung Göschen, Band 1000), 1931
  • Hannah Arendt / Karl Jaspers. Briefwechsel 1926 - 1969, Piper Verlag 1991
  • Der philosophische Glaube, Piper Verlag 2012

Viele Jahre ist es bereits her, dass ich mit den Schriften von Karl Jaspers in Berührung gekommen bin.

Von der reichen Fülle an Philosophie in all ihren Möglichkeiten und Versuchen, ist es bis heute Jaspers, der mich immer wieder am tiefsten berührt und auf eine absolut tiefgreifende Art herausfordert.

Trotzdem habe ich lange überlegt, ob ich mich wirklich mit seinem Vornamen als Künstler "schmücken" möchte, da ich zweifle, ob sein mich so ansprechender Ernst und seine Tiefe entsprechend in meiner Musik zur Geltung kommen.

Karl Jaspers wollte mit seinen Schriften nie Unterhalten. Und hätte wohl auch einen Großteil dessen, was uns heute ganz selbstverständlich besonders in der musikalischen Kultur dargeboten wird, aus seinem innersten Wesen und seinem philosophischen Glaube heraus - nicht abgelehnt, aber wahrscheinlich als das versinndeutlicht, was es oftmals ist: Verwässerung, Ablenkung und zumeist Abziehbilder ursprünglicher menschlicher Tiefe.

 

Als Kind des 21. Jahrhunderts bin ich Teil dieser Verwässerung und ist mein Scheitern daran gemessen nicht unwahrscheinlich.

Und doch bleibt da der lebendige Widerspruch zwischen dem, was in mir auf seine Schriften anspricht und dem, was ich künstlerisch hervorbringe.

Diesen Widerspruch würde ich gern versuchen auszuhalten, klarer werden zu lassen und vor allem tragend zur Geltung kommen lassen.

 

Auf denn Karl, bleibst Du bei mir?